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Prävalenz depressiver Störungen auf Basis vertragsärztlicher Abrechnungsdaten (2007)

Versorgungsatlas-Bericht Nr. 12/06

Depressionen gehören zu den weltweit häufigsten psychischen Erkrankungen und sind nach Schätzungen der WHO die drittstärkste Ursache für einen Verlust an behinderungsfreier Lebenszeit. Eine dezidierte Beschäftigung mit dieser Thematik ist daher fast unumgänglich.

Auf Basis der vertragsärztlichen Abrechnungsdaten von 2007 wurde für Deutschland eine „administrative“ Prävalenz von 10,2% ermittelt. Frauen sind dabei doppelt so häufig betroffen wie Männer (12,8% vs. 6,4%). Auffällig ist der zweigipflige Altersverlauf der Depressionsprävalenz. So steigt die Prävalenz zunächst bis zum 60. Lebensjahr an, fällt im Renteneintrittsalter deutlich ab und steigt ab dem 70. Lebensjahr wieder an (siehe Bericht).

Neben der Alters- und Geschlechtsspezifik ist auch die regionale Verteilung der Prävalenz sehr heterogen, auf der Kreisebene ist eine Variationsbreite von 5,3% auf Rügen bis 18,2% in Straubing beobachtbar, wobei zusätzlich ein West-Ost-Gefälle auffällt, welches sich auch auf der KV-Ebene bestätigt (siehe Karte). Besonders hoch ist die Häufigkeit von Depressionen in zwei Gebietstypen: In städtischen Gebieten, sowie in ländlichen westdeutschen Räumen (siehe Diagramm (Auswahl „Regionstyp“), sowie Bericht.

Gemäß der aktuellen Analyse, treten Depressionen häufiger in Regionen mit einem höheren Anteil an sozial schlechter gestellten oder alleinlebenden Menschen auf. Darüber hinaus kommt es auf die Versorgungsstruktur an: Die Anzahl niedergelassener Psychiater, Nervenärzte und Psychotherapeuten in der Region wirkt sich auf Entdeckung und Dokumentation aus (siehe Bericht).

Bericht (Langversion)

Infoblatt

Abstract (deutsch)

Abstract (englisch)

Schlagwörter (Keywords): Depression, Diagnostik, Genderaspekte, Nervenärzte, Prävalenz, Psychotherapeuten, sozio-ökonomische Korrelationen

Zitierweise des Berichts vom 28.05.2012
Erhart M, von Stillfried D.
Prävalenz depressiver Störungen auf Basis vertragsärztlicher Abrechnungsdaten (2007).
Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi).
Versorgungsatlas-Bericht Nr. 12/06.
Berlin 2012
DOI: 10.20364/VA-12.06
Link: http://www.versorgungsatlas.de/themen/gesundheitsindikatoren/?tab=6&uid=3