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Inanspruchnahmerate von Urologen in Rheinland-Pfalz im ersten Quartal 2011 und deren Veränderung zwischen 2006 und 2011

Versorgungsatlas-Bericht Nr. 13/05

Es wurde eine detaillierte Analyse der aktuellen vertragsärztlichen Versorgungsstrukturen sowie der Patientenschaft für die Fachgruppe der Urologen durchgeführt und unter Berücksichtigung von Veränderungstendenzen im Verlaufe der vergangenen fünf Jahre eine Schätzung der im Jahre 2020 zu erwartenden Patientenzahlen ermittelt. Zwar kann auf Basis der derzeitigen Bedarfsplanung für keinen der rheinland-pfälzischen Planungsbereiche eine Unterversorgung festgestellt werden, aufgrund der relativ geringen absoluten Arztzahlen ist allerdings sowohl die Spannweite der Versorgungsgrade als auch die Auswirkung von möglicherweise eintretenden Veränderungen groß. Bei einer Zahl von mitunter zwei Urologen pro Planungsbereich könnte ein nicht ersetztes Ausscheiden einzelner Ärzte zu Versorgungsproblemen führen. Systembedingt gibt es bereits heute Regionen, in denen kein urologischer Vertragsarztsitz vertreten ist. Zur Verbesserung der Versorgung in solchen Regionen dienen beispielsweise Zweigpraxen.

Hinsichtlich der Arztdichten existiert ein sehr deutlich ausgeprägtes Stadt-Land-Gefälle. Dies drückt sich sowohl in den tatsächlichen Verhältniszahlen als auch in der Entfernung zwischen dem Wohnort des Patienten und dem nächstgelegenen sowie dem tatsächlich aufgesuchten Praxisstandort aus. In der Altersstruktur der derzeit tätigen Vertragsärzte zeichnen sich die Urologen im Vergleich zu anderen Fachgruppen durch eine relativ junge Ärzteschaft aus, was sich beispielsweise im hohen Anteil jüngerer Ärzte ausdrückt. Der überwiegende Teil der Patientenschaft ist männlich. Die Frauenquote beträgt jedoch immerhin 26 Prozent. Die Anzahl der Patienten, die urologische Leistungen in Anspruch nehmen, stieg in den vergangenen Jahren deutlich. Bei mit steigendem Lebensalter deutlich zunehmenden Patientenzahlen und Inanspruchnahmeraten korrespondiert dies mit der festzustellenden Alterung der Gesamtbevölkerung.

Bei den vorhergesagten Zuwächsen der entsprechenden Bevölkerungsgruppen bis 2020 und unter der Annahme, dass die festgestellten Trends sich in den kommenden Jahren fortsetzen werden, muss davon ausgegangen werden, dass die Gesamtzahl der durch Urologen zu versorgenden Patienten sich weiter deutlich erhöhen wird. Auf Landesebene ergibt die durchgeführte Schätzung eine Steigerung um 18,3 Prozent. Regional können hierbei deutliche Abweichungen erwartet werden, von möglicherweise leichten Rückgängen in einzelnen Kreisen bis hin zu Zunahmen um über 40 Prozent in anderen Regionen.

Eine möglichst wohnortnahe, qualitativ hochwertige ambulante Versorgung dürfte somit nur dann gewährleistet werden können, wenn eine Verknappung der gegenwärtigen Versorgungsstrukturen vermieden werden kann. Angesichts des zu erwartenden Bedarfs scheint im Gegenteil sogar ein weiterer Ausbau dieser Versorgungsstrukturen angezeigt zu sein.

Versorgungsatlas Rheinland-Pfalz - Kapitel Urologie

Schlagwörter (Keywords): Bedarfsplanung, Inanspruchnahme, Rheinland-Pfalz, Urologen, Vertragsärzte, Trendanalyse

Zitierweise des Berichts vom 05.06.2013
Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz (KV RLP).
Inanspruchnahmerate von Urologen in Rheinland-Pfalz im ersten Quartal 2011 und deren Veränderung zwischen 2006 und 2011.
Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi).
Versorgungsatlas-Bericht Nr. 13/05.
Berlin 2013
DOI: 10.20364/VA-13.05
Link: http://www.versorgungsatlas.de/themen/versorgungsstrukturen/?tab=6&uid=36