Der Versorgungsatlas bietet eine öffentlich zugängliche Informationsquelle zu einer stetig wachsenden Anzahl ausgewählter Themen aus der medizinischen Versorgung in Deutschland. Schwerpunkt des Versorgungsatlas sind regionale Unterschiede in der medizinischen Versorgung und deren Ursachen.
Das Angebot des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI) richtet sich an alle, die sich für das Geschehen im Gesundheitswesen und in der Gesundheitspolitik interessieren oder daran beteiligt sind.
Hier finden Sie Forschungsergebnisse und Analysen zu regionalen Besonderheiten und Unterschieden in den Strukturen, Abläufen und Ergebnissen der medizinischen Versorgung, die Anhaltspunkte für Möglichkeiten der Verbesserung der Versorgung bieten.
Die vom ZI selbst durchgeführten Analysen basieren auf den bundesweiten Abrechnungsdaten der vertragsärztlichen Versorgung in Deutschland.
Reden Sie mit!
Der Versorgungsatlas lebt von Austausch und Diskussion. Deshalb freuen wir uns über eine rege Teilnahme, sei es durch Veröffentlichen eigener Forschungsergebnisse, Ihr Feedback oder Ihre Ergänzungen zu bereits vorhandenen Informationen.
Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (ZI) lobt im Rahmen der Webplattform versorgungsatlas.de erstmalig den mit 5.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis „regionale Gesundheitsversorgung“ aus. Das ZI ruft Wissenschaftler zur Einreichung ihrer Arbeiten aus der Erforschung regionaler Unterschiede in der Krankheitsprävalenz, der Inanspruchnahme oder der Qualität der medizinischen Versorgung im Krankenhaus und im ambulanten Bereich auf. Einsendeschluss ist der 20. Juli 2012.
Mitversorgungsbeziehungen in der ambulanten Versorgung
Die neueste Auswertung des ZI zeigt: rund ein Fünftel aller in einem Landkreis oder in einer kreisfreien Stadt erbrachten Versorgungsleistungen
der niedergelassenen Ärzte werden „exportiert“. Sie werden somit nicht für Patienten erbracht, die in diesem Kreis wohnen. Im bundesdeutschen Vergleich übernehmen Wismar und Landshut die stärkste so genannte
Mitversorgungsfunktion. Spitzenreiter bei den Metropolen sind Stuttgart und Frankfurt.
Arztkontakte im Jahr 2007 – Hintergründe und Analysen
Die bisherige Diskussion zur Häufigkeit der Arztkontakte in der vertragsärztlichen Versorgung wurde stark durch den Mittelwert geprägt. Die aktuelle Untersuchung des Versorgungsatlas zeigt, dass nur 16 Prozent der Patienten die Hälfte aller Arztkontakte in Anspruch nehmen. Es handelt sich dabei überwiegend um die Patienten, die auch eine intensivere Versorgung benötigen (z.B. ältere und Patienten mit chronischen Erkrankungen). Eine isolierte Betrachtung des Mittelwertes führt somit zu einer Fehlinterpretation des Versorgungsgeschehens.
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