Der Versorgungsatlas bietet eine öffentlich zugängliche Informationsquelle zu einer stetig wachsenden Anzahl ausgewählter Themen aus der medizinischen Versorgung in Deutschland. Schwerpunkt des Versorgungsatlas sind regionale Unterschiede in der medizinischen Versorgung und deren Ursachen.
Das Angebot des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI) richtet sich an alle, die sich für das Geschehen im Gesundheitswesen und in der Gesundheitspolitik interessieren oder daran beteiligt sind.
Hier finden Sie Forschungsergebnisse und Analysen zu regionalen Besonderheiten und Unterschieden in den Strukturen, Abläufen und Ergebnissen der medizinischen Versorgung, die Anhaltspunkte für Möglichkeiten der Verbesserung der Versorgung bieten.
Die vom ZI selbst durchgeführten Analysen basieren auf den bundesweiten Abrechnungsdaten der vertragsärztlichen Versorgung in Deutschland.
Reden Sie mit!
Der Versorgungsatlas lebt von Austausch und Diskussion. Deshalb freuen wir uns über eine rege Teilnahme, sei es durch Veröffentlichen eigener Forschungsergebnisse, Ihr Feedback oder Ihre Ergänzungen zu bereits vorhandenen Informationen.
Jugendliche sind Vorsorge-Muffel
Nur 43 Prozent aller Jugendlichen nehmen an der Gesundheitsuntersuchung J1 teil. Die Detail-Analyse der Daten offenbart allerdings auch gravierende regionale Unterschiede: Während in manchen Regionen nur jeder fünfte Jugendliche das Angebot in Anspruch nimmt, glänzen andere mit Teilnehmerraten knapp unter 70 Prozent.
Wissenschaftspreis "regionale Gesundheitsversorgung"
Das ZI zum schreibt zum 2. Mal einen mit 5.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis aus. Förderschwerpunkte in diesem Jahr sind sowohl wissenschaflich herausragende Arbeiten, die sich einem regionalen Vergleich von Versorgungsaspekten widmen als auch Praxisstudien, die anhand von Good-practice-Beispielen zeigen, wie die medizinische Versorgung vor Ort verbessert werden kann. Einsendeschluss ist der 31. Juli 2013.
Umfrageergebnisse zu Arztkontakten nicht überbewerten
„Deutsche gehen seltener zum Arzt“, so erklärt die BILD-Zeitung am 11. April 2013 unter Berufung auf Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP). 10 Arztkontakte pro Versicherten und Jahr werden berichtet, scheinbar deutlich weniger als bisher bekannt. Tatsächlich geben die Daten des SOEP keine belastbaren Hinweise, dass die Inanspruchnahme der ärztlichen Versorgung zurückgeht.