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Diagnoseprävalenz psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland

Versorgungsatlas-Bericht Nr. 18/07

Für Deutschland gibt es kaum aktuelle Schätzungen zur Prävalenz psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter. Ziel der Studie war es, aktuelle und bundesweit flächendeckende Zahlen zur Häufigkeit vertragsärztlich dokumentierter psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland zu ermitteln und die ärztliche Versorgung der Betroffenen im vertragsärztlichen Sektor zu charakterisieren. Datengrundlage waren die bundesweiten vertragsärztlichen Abrechnungsdaten der Jahre 2009 bis 2017 für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Heranwachsende mit einer gesicherten F-Diagnose gemäß ICD-10-GM wurden selektiert. Es wurden sowohl die Gesamtheit aller psychischen Störungen als auch die häufigsten Störungsbilder untersucht. Verschiedene Falldefinitionen nach Anzahl der Quartale mit F-Diagnose wurden verwendet, um die Dauerhaftigkeit des individuellen Erkrankungsgeschehens abzubilden. Die Diagnoseprävalenz wurde als Anteil der Kinder und Jugendlichen mit entsprechender Falldefinition an allen Kindern und Jugendlichen pro Jahr gebildet, die in diesem Jahr mindestens einen Arzt- oder Psychotherapeutenkontakt hatten. Bei Kindern und Jugendlichen mit einer Diagnose in mindestens zwei Quartalen eines Jahres wurde untersucht, wie häufig Ärzte und Psychotherapeuten in Anspruch genommen wurden.

Am 20. November 2018 fand zum Thema in Berlin die Fachtagung "Psychische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter in der ambulanten Versorgung – Aktuelle und zukünftige Herausforderungen" statt. Hier finden Sie die Vorträge.

Der Bericht wurde zuerst am 20.12.2018 veröffentlicht. Die am 15.01.2019 veröffentlichte Version 2 beinhaltet zusätzliche Auswertungsergebnisse, die in Abbildung A-1 im Anhang des Berichts dargestellt sind.

Bericht (Langversion; Version 2 vom 15.01.2019)

Abstract (english)

Pressemitteilung

Schlagwörter (Keywords): Depression, Diagnoseprävalenz, Entwicklungsstörungen, Jugendliche, Kinder, Prävalenz, psychische Erkrankungen

Zitierweise des Berichts vom 20.12.2018
Steffen A, Akmatov MK, Holstiege J, Bätzing J.
Diagnoseprävalenz psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland: eine Analyse bundesweiter vertragsärztlicher Abrechnungsdaten der Jahre 2009 bis 2017.
Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi).
Versorgungsatlas-Bericht Nr. 18/07.
Berlin 2018
DOI: 10.20364/VA-18.07
Link: https://www.versorgungsatlas.de/themen/alle-analysen-nach-datum-sortiert/?tab=6&uid=93